Mittwoch, 20 Februar 2013 16:29

Bekannter Versender - Schranken, Tore und Videoüberwachungen

Zum Stichtag 25. März 2013 verliert man den Status ohne neue erfolgte Validierung. Der bekannte Versender ermächtigt Unternehmen dazu, Ihre Ware als "sichere" Luftfracht ohne weitere Kontrollen zu versenden. Bislang war die Validierung sehr einfach - das Unternehmen musste nur eine Sicherheitserklärung beim Luftfahrt-Bundesamt abgeben, dass seine Waren sicher sind. Die Gültigkeit dieser Erklärung verfällt jedoch nun zum 25. März 2013. Danach können Unternehmen ohne erneute Validierung Ihre Ware nicht mehr als "sicher" versenden.

Welche Auswirkungen hat es, kein "bekannter" Versender mehr zu sein?

Das Unternehmen kann seine Ware nicht mehr als "sichere" Ware versenden. Da jedoch nur sichere Ware auf ein Flugzeug geladen werden darf, muss die Sicherheitsüberprüfung der Ware nun durch einen geeigneten Dienstleister erfolgen. Dies könnten zum Beispiel die "reglementierten Beauftragten" sein, das sind inzwischen eine Großzahl der Speditionsunternehmen oder auch die Kontrollinstanzen direkt am Flughafen. 

Vorteile als bekannter Versender

  • keine Verzögerung durch zusätzliche Sicherheitsüberprüfungen
  • keine Öffnung der Ware zur Überprüfung falls Röntgen beanstandet oder durch Größe oder Material nicht möglich
  • Unversehrheit der Verpackung


Nachteile als unbekannter Versender

  • externe Dienstleister nehmen für jede Luftfracht eine Gebühr zur Sicherheitsüberprüfung
    • hier muss abgewägt werden, ob die Validierung oder die dauernden erhöhten Luftabfertigungsgebühren wirtschaftlich teurer sind
  • momentan sind 65000 bekannte Versender in Deutschland registriert, jedoch neu validiert bisher erst 1100 zum momentanen Stand, die Abfertigung dieser restlichen Menge an unsicheren Frachtsendungen wird die Luftfracht in jedem Fall verzögern


Welche Anforderungen bestehen an "bekannte Versender"?

  • Sichere Prozesse
  • Kontrolle der Schnittstellen
  • Lückenlose Dokumentation
  • Sicheres Personal
  • Ernennung Beauftragter für Sicherheit und Stellvertreter
  • Regelmäßige Schulung von Beauftragen für Sicherheit, Stellvertreter und sämtlichen Personen, die Zugang zur identifizierbaren Luftfracht haben
  • Sichere Gebäude
  • Zutrittskontrollen
  • Sicherheitsvorschriften


Was muss ich tun, um "bekannter Versender" zu werden? 

  • Benennung eines Beauftragen für Sicherheit und Stellvertreter (wir empfehlen hierbei 2 Stellvertreter für den Fall von Krankheit, Urlaub, etc.)
    • Zuverlässigkeitsüberprüfung nach §7 LuftSiG bestehen müssen, hierbei werden die Mitarbeiter die letzten 10 Jahre komplett durchleuchtet
    • Schulung  - momentan 35 Stunden 
    • beides gültig für 5 Jahre
  • Klärung, welche Mitarbeiter Zugang zu identifizierbarer Luftfracht haben
    • jeder dieser Mitarbeiter muss eine beschäftigungsbezogene Überprüfung statthalten 
      • Feststellung der Identität der betreffenden Personen (z.B. Personalausweis)
      • Erfassung von Lücken bei Beschäftigungs- und Ausbildungszeiten innerhalb der letzten 5 Jahre
      • Aufforderung zur Abgabe einer Erklärung mit Angabe sämtlicher Straffälligkeiten innerhalb der letzten 5 Jahre
    • jeder dieser Mitarbeiter muss zusätzlich auch 4 Stunden geschult werden (soll später auf 11 Stunden erhöht werden)
  • Nicht geschultes Personal darf nur mit begleitender Aufsicht durch eine geschulte Person erfolgen
  • Anmeldung / Antragstellung beim LBA inkl. Verpflichtungserklärung zur Einhaltung der Sicherheitsvorschriften
    • Momentan sind die Gebührenverordnungen noch nicht verabschiedet (nur Reisekostenersatz für LBA)
    • geplant sind Gebühren für die Zertifizierung in Höhe von 5000 bis 15000 Euro
  • Vom LBA erhält man ein Muster für das Sicherheitsprogramm, dieses muss ausgearbeitet werden
  • Umsetzung der geforderten Maßnahmen im Betrieb 
  • Pre-Audit zur Überprüfung der umgesetzten Maßnahmen und Erkennung möglicher Schwachstellen
  • Erfolgreiche Absolvierung des Audits (Überprüfung vor Ort im Betrieb durch 2 Inspektoren des LBAs
    • Gültigkeit insgesamt 5 Jahre
    • Aufnahme in die EU Datenbank der "bekannten Versender"

Bitte beachten Sie, dass die vorhergehende Liste eventuell nicht vollständig ist. Verpflichtend  sind natürlich die Vorgaben des LBA!


Wohin muss ich mich für die Validierung wenden?

Für die Validierung und Vergabe des Status "bekannter Versender" ist das Luftfahrt - Bundesamt zuständig, weitere Informationen finden Sie hier:
 


Was können wir für Sie tun?

Die Firma Dipl.Ing.Preiser MRT OHG mit Hauptsitz in Bruchköbel bei Frankfurt ist auf Sicherheitslösungen spezialisiertes Unternehmen.
 
Seit über 35 Jahren projektieren, installieren und warten wir Sicherheitsanlagen wie Schrankenanlagen, Pollersysteme, Schiebetore, Personensperren, Zutrittskontrollen und Videoüberwachungen für kleine bis große Unternehmen und öffentliche Auftraggeber. 
 
Eine grobe Übersicht über einige unserer Kunden finden Sie in unserer Referenzliste hier.
 
Gerne unterstützen wir Sie im Zuge Ihres Audits bei der baulichen Umsetzung Ihres Sicherheitskonzeptes sowohl in der Planung, als natürlich auch in der Ausführung dieser Maßnahmen. Fragen Sie einfach an.
 
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