Anwendungsbeispiel großes Parkhaus

Anwendungsbeispiel für ein umfangreiches Parkleitsystem mit mehreren Parkebenen, Einzelplatzsensoren mit LED Platzleuchten, PC-Visualisierung und mehreren LED Anzeigen.

2011 entschied Globus Völklingen, ein Parkleitsystem in Ihrem Parkhaus zu installieren, um die Auslastung sowie die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Zu dieser Zeit wurde eben-falls ein neues Parkhaus gebaut, um den wachsenden Besu-cherzahlen gerecht zu werden. Das Parkleitsystem soll sowohl das bestehenden Parkhaus mit insgesamt 380 Plätzen, als auch das neue Parkhaus mit 300 Plätzen umfassen.

Aufgrund dessen werden in den verschiedenen Bereichen des Parkhauses unterschiedliche Anforderungen an das Parkleit-system gestellt. Man kann dies in drei Sparten unterteilen:

Parkebenen P1 und P2:

In den untersten zwei Ebenen des bestehenden Parkhauses (P1 und P2) sind viele Pfeiler und Unterzüge vorhanden, die die Sicht versperren. Zudem sind die Unterzüge teilweise nur 2,30m hoch.

parkebene-p2

PARKEBENE P2

Um die Parksituation trotz des undurchsichtigen Parkdecks zu überblicken, ist es notwendig, diese bei allen Parkplätzen in der Fahrgasse anzuzeigen. Dies kann durch Montage einer externen Platzleuchte an den Einzelplatzsensor oder durch Verwendung des neuartigen PUSS350e erfolgen, welcher in der Fahrgasse montiert werden kann und von dort aus die Situation in der Parklücke erfasst. Die Entscheidung fiel auf den PUSS350e, aufgrund der halbierten Installationszeit und halbier-ten Installationskosten, sowie der 20% geringeren Komponentenkosten gegenüber einer Lösung mit externer Platzleuchte. Zusätzlich wurden zwölf LED-Anzeigen vom Typ ZM30A mon-tiert, welche den Weg zu den freien Parkplätzen anzeigen.

 zm30a  puss-350e
 ZM30A  PUSS350e

Parkebene P3:

In dem obersten Parkdeck des bestehenden Parkhauses sind nur wenige Parkplätze überdacht, wodurch die Mon-tage von Einzelplatz-sensoren nicht möglich ist.

Aus diesem Grund werden in dieser Ebene vier PUSD300 Durchfahrtssensoren und drei potentialfreie Kontakte einer Schrankenanlage zur Zählung der ein- und ausfahrenden Fahrzeuge verwendet. Diese sind über ein 8fach Ein-gangsmodul und ein USDS-Interface an einen PDC300 angeschlossen. Insgesamt sechs LED-Anzeigen lenken den Parkplatzsuchverkehr zu den freien Parkplätzen.

   

 Parkebene P3

PUSD300 Durchfahrtssensor 

 

Parkebenen PA, PB und PC

Die Parkebenen des neuen Parkhauses, bezeichnet mit PA, PB und PC, sind sehr übersichtlich und ohne störende Pfeiler oder Unterzüge in der Fahrgasse. Die rund 100 Sensoren pro Parkebene sind auch von weitem von der Fahrgasse aus sichtbar. Aus diesem Grund wird keine zusätzli-che Signalisierung in der Fahrgasse benötigt. Zum Einsatz kommt deshalb der PUSS 350d Ein-zelplatzsensor, welcher mittig über dem Parkplatz montiert wird.

In den drei Ebenen sind zusätzlich zwölf LED-Anzeigen installiert, welche den Weg zu den freien Parkplätzen anzeigen


 

 Parkebene PB

 

Steuerung und Visualisierung

Die Steuerung und Visualisierung der gesamten Parkanlage geschieht mit Hilfe der Visual Control Center Software. Jede Ebene besitzt dabei einen eigenen Übersichtsplan, in dem alle Einzelplatzsensoren, LED-Anzeigen, Durchfahrts-sensoren und potentialfreien Kontakte dargestellt werden. Dazu kommt ein weiterer Übersichtsplan, welcher die Hinweis-transparente beinhaltet, die an den Zufahrtsstraßen rund um das Parkhaus installiert wurden.

Das Parkhaus ist offen von Montag-Samstag von 8:00 bis 20:00 Uhr. Zur Energieeinsparung werden alle LED-Anzeigen und Sensoren von 20:30 bis 7:30 und an Sonntagen dunkel geschaltet. In diesem Zustand benötigt das Parkleitsystem nur noch rund die Hälfte der Energie, was zu einer 25% Energie-einsparung über die Zeit führt.

Übersichtsplan Hinweistransparente

 

Visualisierung der Parkebene P2 in der Visual Control Center Software

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